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Großherzogliche Hofberichterstattung


Scrollen, bis der Zar kommt. Bitte schön: 1, 2, 3, 4


     
  Ich habe fertig.  
     
Ich habe fertig.


12.02.20 18:43 Kristof [4 Kommentare]


Haute Volée


Im November 1910 war einiges los auf Schloß Wolfsgarten. Bis zum 14. November war der Zar samt Familie zu Besuch. Am 3. November macht er einen Abstecher nach Potsdam zu Kaiser Wilhelm ("Potsdamer Entrevue"), der wiederum zum Gegenbesuch auf Wolfsgarten am 11. November eintraf (wie lange, ist nicht ganz klar). Die dunklen Wolken eines drohenden Krieges waren über Europa aufgezogen, Großherzog Ernst Ludwig hat diese Gefahr schon früh erkannt und spielt hier eine wichtige Vermittlerrolle. In "Wilhelm II.: Der Weg in den Abgrund 1900-1941" lesen wir:
Nach dem offenen Meinungsaustausch mit dem Zaren im Neuen Palais am 4. und 5. November 1910 konnte Wilhelm die Hoffnung aussprechen, "daß nunmehr deutsch-russische Beziehungen in günstigere Bahnen gelenkt seien .... Um die Gelegenheit beim Schopfe zu greifen, sagte sich Wilhelm am 11. November zu einem Besuch beim Zaren in Wolfsgarten an, wo er, wie der Gesandte von Jenisch berichtete, "den guten Eindruck, den er von freundlicher Gesinnung des Zaren in Potsdam gewonnen habe, ... wiederum bestätigen" konnte. "In längeren Gesprächen mit Zaren, dem auch Großherzog Ernst Ludwig und Prinz Heinrich beiwohnten, hat Seine Majestät unsere Flotten-Politik und unser Verhältnis zu England ausführlich erläutert ... ."
Wie gesagt, ich weiss nicht, wie lange Kaiser Wilhelm auf Schloß Wolfsgarten geblieben ist, vermutlich nicht lange. Ich kenne kein Bild von ihm direkt auf Wolfsgarten. Es gibt jedoch dieses recht bekannte Gruppenbild, das in dieser Zeit aufgenommen wurde: Wir sehen die Großherzgliche Familie und die Zarenfamilie, nicht jedoch den deutschen Kaiser. Aber Prinz Heinrich von Preußen war dabei, mitsamt Frau Irene und deren Hofdame Fräulein von Oertzen. Heinrich war ein "Technik-Freak", der sich sehr für Automobile, Kriegsschiffe und auch die aufkommende Fliegerei interessierte (und auch auf militärische Verwertbarkeit prüfte). Er war offenbar schon früher nach Hessen gekommen, denn er wollte bei August Euler in Griesheim seinen Flugschein machen. In der Zeitschrift "Flugsport" von 1910 lesen wir unter dem Titel "Prinz Heinrich ist unter die Flieger gegangen":
... In aller Stille wurde bereits vor acht Tagen mit den Versuchen begonnen. ... Am Sonntag, den 13. November wurden die Flugversuche auf dem Euler-Flugfeld wieder aufgenommen. Nachdem der Prinz unter der Führung Eulers einen längeren Passagierflug über Bäume und Telegrafenstangen ausgeführt hatte, machte er allein einen Flug von 2 km. Kurz darauf traf Prinzessin Heinrich auf dem Flugplatz ein und unternahm mit Herrn Euler einen Passagierflug von etwas 20 km Länge. ... Die Prinzessin war entzückt von dem schönen Fluge. Daraufhin entführte Herr Euler die Hofdame Fräulein von Oertzen in die Luft, wobei der Truppenübungsplatz zweimal umkreist wurde. ..."
Nur wenige Tage später ist es dann soweit, wie wir in der selben Zeitschrift lesen:
Das Flugmaschinenführer-Zeugnis erwarben: Prinz Heinrich von Preußen auf Euler am 19. November auf dem Euler-Flugplatz in Griesheim bei Darmstadt. ...
Man beachte das Bild zu dieser Meldung mit Prinz Heinrich und August Euler vor der Flugmaschinenhalle in Griesheim. Auch nach dem Erwerb der Fluglizenz hat Prinz Heinrich in Griesheim Flüge unternommen, siehe "Flugsport - Jahrgang 1911":
Prinz Heinrich führte am 13. April auf einer Euler-Maschine zwei längere Flüge aus. Der Prinz führte die Maschine, trotzdem er seit 5 Monaten nicht mehr geflogen war, mit großer Sicherheit. ... Weiter flog Prinz Heinrich am 15. April in Gegenwart des Großherzogs von Hessen, der Großherzogin von Hessen und der Prinzessin Heinrich von Preußen.

"Der Aufenthalt Prinz Heinrichs in Eulers Flugschule markiert ... leider indirekt das Ende der Unschuld der Fliegerei." schreibt durchaus passend Daniel Jünger zu diesem Thema, auch wenn ihm die Fluglizenz Heinrichs um ein Jahr verrutscht ist. Damit ist er allerdings nicht ganz allein. So gibt es das Bild des stolzen Lehrers Euler mit seinem adeligen Prüfling in mehreren Ausführungen und mit vielen Datierungen. So z.B. dieses Bild bei lagis-hessen, was dort nicht nur auf 1911 datiert wurde, sondern gleich auch nach Frankfurt verlegt wurde. Sicherlich sind alle diese Bilder bei der selben Situation entstanden wie das o.g., also in Griesheim und nicht nach 1910.


     
  Hofdame Fräulein von Oertzen  
     
Hofdame Fräulein von Oertzen

     
  Ankunft/Abfahrt Kaiser Wilhelm in Egelsbach  
     
Ankunft/Abfahrt Kaiser Wilhelm in Egelsbach

     
  Prinz Heinrich und August Euler 1910 in Griesheim  
     
Prinz Heinrich und August Euler 1910 in Griesheim

[Serie]

23.01.20 10:50 Kristof [5 Kommentare]


Gescheite Scheite



     
  Schon  
     
Schon

     
  Noch  
     
Noch

[Serie]

19.01.20 15:55 Kristof [2 Kommentare]


Gegen den Trend


Schaut man auf die Debatten zum Datenschutz, werden überall zu Recht Opt-Out-Lösungen wie selbstverständlich abgelehnt, Opt-In scheint stets die sichere Wahl des mündigen Bürgers.

Ausgerechnet beim ethisch so schwerwiegenden Thema Organspende wird nun eine Opt-Out-Lösung gefordert, begleitet von recht unreflektierten Andeutungen, daß der, der ein mulmiges Gefühl beim Hergeben seines Leibes hat, für den vielfachen Tod von Anderen verantwortlich sei.

Mich macht das ein wenig wütend. Sollte mein würdevolles Sterben tatsächlich von einem Pappkärtchen abhängen? Was, wenn ich bei einem Unfall gerade mein Portemonnaie nicht dabei habe? Und wie kann man bei solch einer komplexen Frage überhaupt eine simple Ja/Nein-Entscheidung forcieren?

Daß die CDU trotz ihres "C"s dieses unethische Verfahren vorschlägt, verwundert nicht, so hat es ja Tradition, alle Skrupel für einen Millionenmarkt über Bord zu werfen. Aber leider scheint es auch bei den Grünen große Zustimmung zu gteben. Zusammen mit der Homöopathie-Debatte läßt mich das doch an meiner Lieblings-Partei verzweifeln.

Nachtrag: Offenbar gibt es bei den Grünen immerhin eine deutlich stärkere Fraktion gegen Opt-Out, als es mir bisher vorkam. Ich habe noch Hoffnung. Aber auch hier: "Onlineregister"? Srsly?!

Nachtrag: Ich beobachte einen interessanten Spin im aktuellen Diskurs. Viele Befürworter der Widerspruchsregelung argumentieren, man könne ja wohl verlangen, daß die Menschen sich zunindest mal entscheiden, es seinen ja beide Optionen da. Gleichzeigt wird in selben Atemzug erwähnt, persönlich könne man sich nur die Entscheidung für Organspende vorstellen. Und Nichtspender seien mitverantwortlich für den Tod von Hunderten von Menschen.

Nachtrag: Allein dieser unwidersprochene Ansatz (sowohl bei Widerspruchs- als auch bei Zustimmungslösung), daß man genau eine Entscheidung treffen könne/solle/müsse, ist absurd. Lauterbach und Spahn halten alles andere für "zu kompliziert". Nun, ich habe letzens den Sohn zum Fussball angemeldet, dabei habe ich ganze drei Datenschutzerklärungen ausgefüllt: Für den Verein, für den Hessischen Fussballverband und nochmal eine extra für das "Spielerfoto". Und in allen musste bzw. konnte ich jeweils entscheiden, ob es sich um Namen, Bilder oder andere Daten handelt. Andererseits konnte ich entscheiden, in welchem Rahmen die Daten weitergegeben werden können: Berichterstattung im Clubheft, im Internet, in Sozielaen Medien, etc. Und bei meinen Organen soll es nur "Ja oder Nein" geben? Auf Anhieb fallen mir da gleich drei Kriterien ein: Welches Organ darf entnommen werden; in welchem Zustand darf mir etwas entnommen werden; ab wann dürfen Ärzte wissen, ob mir etwas entnommen werden darf?

Gut, daß zumindest die Widerspruchslösung erst einmal vom Tisch ist.


16.01.20 08:23 Kristof [13 Kommentare]


Panorama


Die längst verrotteten russischen Aristokraten waren auch 1903 wieder in Hessen zu Besuch, und wieder hatten sie einen Fotoapparat mit. Dabei sind in Darmstadt rund um das Schloß einige wunderbare Panorama-Aufnahmen entstanden. Dort drüben findet man sie auch in sehr groß.


     
  Das Neue Palais  
     
Das Neue Palais

     
  Schloß von Westen aus, mit Landesmuseum und Theater  
     
Schloß von Westen aus, mit Landesmuseum und Theater

     
  Schloß von Westen aus, mit Landesmuseum und Theater  
     
Schloß von Westen aus, mit Landesmuseum und Theater

     
  Der Marktplatz vor dem Schloß  
     
Der Marktplatz vor dem Schloß

     
  Das Landesmuseum mit Strassenbahn  
     
Das Landesmuseum mit Strassenbahn

[Serie]

14.01.20 16:53 Kristof [2 Kommentare]


Aus aktuellem Anlass




Schlag auf Schlag


Das gnadenlose Trommelfeuer auf Langens Innenstadt geht weiter. Das letzte der schönen Sandsteinhäuser auf der Bahnstraße ist endgültig gefallen. Doch der Wahnsinn ist unerbittlich, das Haus Rheinstraße 26 wird als nächstes exekutiert. Das ist ein eigentlich schönes, großes Fachwerkhaus mit Schindelfassade, das jedoch offenbar seit über 10 Jahren dem Verfall preisgegeben wurde.


     
  Großes Loch  
     
Großes Loch

     
  Hier stand einmal ein schönes Haus  
     
Hier stand einmal ein schönes Haus

     
  Warten auf den Henker  
     
Warten auf den Henker

     
  Innenansicht  
     
Innenansicht

[Serie]

13.01.20 11:18 Kristof [0 Kommentare]


Wir können auch anders


Wir können nämlich auch Winterurlaub mit moderatem Schnee, jawohl!


     
   
     


13.01.20 10:59 Kristof [0 Kommentare]


Decomposing Aristocrats


Gut, daß die Aristokraten schon Foto-Apparate hatten. So hat die russische Zaren-Familie fleissig Bilder gemacht, wenn sie bei der Verwandschaft in Hessen zu Besuch war, z.B. 1897 und 1899. Dabei sind viele Fotos von Schloß Wolfsgarten, Ernie, Ducky, dem Prinzesschen, dem Zaren und seiner Frau Alexandra entstanden.

Das Ganze kursiert schon längere Zeit im Internet in unterschiedlicher Qualität, meist verbreitet von Romanov-Verehrern oder sonstigen Adels-Fans. Ich habe mir mal die für Südhessen relevanten Bilder in guter Qualität besorgt und versuche jetzt, die Orte & Personen zuzuordnen (mit vielen der Peronen hat es kein gutes Ende genommen). Hier der aktuelle Stand, es gibt demnächst noch mehr von 1903 und 1910. Hinweise, Korrekturen und Ergänzungen sind stets willkommen.


     
  Margarethe von Preußen (oder Ducky) und Wildschwein (vorn)  
     
Margarethe von Preußen (oder Ducky) und Wildschwein (vorn)

     
  Das Prinzesschen auf Schloß Wolfsgarten (bzw. auf einem Pony)  
     
Das Prinzesschen auf Schloß Wolfsgarten (bzw. auf einem Pony)

[Serie]

04.01.20 21:48 Kristof [0 Kommentare]





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26.05.2020, 23:10:55